Ein fantastisches Konzert

"Hör mal im Denkmal"-Die Sparkassenstiftung Sömmerda organisierte mit dem Veranstaltungsmanager Schmidt von "Null Problemo" ein grenzenloses Konzert!


Abschied und Neubeginn und mehr

Am 02.04. wurde in Hardisleben ein einschneidender Gottesdienst gefeiert. Nach 32 Dienstjahren verabschiedet sich Evelin Franke aus ihrer Pfarrstelle in Hardisleben. Seit 01.01. ist sie mit 100% Dienstumfang mit der Pfarrstelle Buttstädt beauftragt. Abschied und Neubeginn also. Aber es gibt auch ein Mehr! Frau Pastorin Franke wird weiterhin in Hardisleben wohnen und wird mit der Vakanzverwaltung für die Kirchengemeinde Hardisleben beauftragt. Pfarrer Simon übernimmt die Vakanzvertretung für Mannstedt, Eßleben und Teutleben.


Großes Putzen

Das war Ende März angesagt. Nachdem die letzten Restarbeiten am Fußboden in der Rastenberger Kirche erledigt waren, wurde geputzt, aber wie! 20 Leute zwischen 8 und 80 Jahren! Ein schönes Erlebnis!


Weltgebetstag 2017

Wir danken allen Helferinnen und Helfern, sowie allen Gästen für ihre Beteiligung am Weltgebetstag in Rastenberg am 3. März 2017. Im Zentrum des Abends stand der Inselstaat der Philippinen. Neben einem schönen Gottesdienst, der von Vertreterinnen des Guthmannshäuser und des Rastenberger Kirchenchores vorbereitet wurde, gab es einen Vortrag über das Leben auf den Philippinen und im Anschluss wunderbares philippinisches Essen zu genießen.


Die Einweihung von Altar und Winterkirche in Olbersleben 2016


Gemeindefest im Waldschwimmbad

Am 20. August veranstaltet die Kirchengemeinde Rastenberg ihr jährliches Sommerfest, bei dem alle Kirchengemeinden des Kirchspiels herzlich willkommen sind. In diesem Jahr wurde das Waldschwimmbad als Ort für dieses Ereignis gewählt. Am Nachmittag sind ab 14:00 Uhr die Senioren herzlich zu Kaffee und Kuchen auf die große Terrasse im Schwimmbad eingeladen. Zu Beginn gibt es eine Andacht. Ab 17:00 Uhr sind alle Gemeindeglieder und andere Interessierte herzlich eingeladen hinzuzustoßen. Zum Abendessen wird es ein leckere Suppe geben. Getränke und andere Speisen können am Imbiss käuflich erworben werden. Auf einer Wiese wird eine Spielstrecke für die Kinder aufgebaut. Am Abend spielt ab 20:30 Uhr die Band „Non-Paying-Recess“ aus Kahlwinkel auf der Bühne im Schwimmbad. Der Eintritt kostet am Nachmittag den normalen Schwimmbad-Preis, für die Abendveranstaltung 4 Euro.


Slowakei-Reise 2016

Am Montag, dem 11.07. begann die Reise nach Poprad Velka/ Slowakei. Gegen 19:00 Uhr wurde die Reisegruppe, die insgesamt 15 Personen umfasste, in Rastenberg abgeholt. Es nahmen 7 Kinder im Alter von 8-15 Jahren und 8 Erwachsene zwischen 30 und 70 Jahren teil. Die Fahrt verlief unkompliziert und führte über Dresden, Görlitz, Kraukau.

 

Der Dienstag diente dem Ankommen, der Erholung und diversen organisatorischen Klärungen. Bei einem Spaziergang entlang des Flusses Velka und beim anschließenden Gespräch mit Pfarrer Josef Verescak gewann die Gruppe erste Eindrücke. Der Abend schloss mit einer Andacht in der evangelischen Kirche in Velka.

Andachten fanden täglich statt und wurden durch wechselnde Gruppenmitglieder gehalten. Dabei standen Lesungen diverser politisch assoziierter Evangelientexte im Mittelpunkt.

 

Am Mittwoch, dem zweiten Tag unseres Aufenthalts in Poprad, besuchte die Gruppe ein Thermalbad. Auf dem Weg dorthin wurden wir auf eine abgelegene Roma-Siedlung aufmerksam. Am Abend desselben Tages erhielten wir Besuch von Vertretern der evangelischen Kirchengemeinde und Mitgliedern des Karpatendeutschen-Vereins in der Region Oberzips, insgesamt etwa 15 Personen. Sie berichteten aus der Geschichte der ehemals Karpatendeutschen und deren Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg. Zudem stellten sich alle einander vor und kamen miteinander ins Gespräch. Wir erfuhren, dass nach dem Krieg jene deutschsprachigen Personen, deren Vorfahren in den USA oder anderen Ländern der Alliierten geboren waren, in ihren slowakischen Wohngebieten bleiben durften. Allerdings erlebten einige von ihnen Enteignungen und andere Benachteiligungen. Manche legten die deutsche Sprache und andere äußerlich sichtbare Traditionen gänzlich ab. Interessant ist, dass es schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts häufig gemischt konfessionelle Ehen in dieser Region gab. Auch war häufig nur ein Teil von Verheirateten deutschsprachig, der andere oft polnisch, slowakisch etc. Menschen polnischer Herkunft hatten, allein schon wegen des Namens, im Laufe der Geschichte mehr Probleme als Menschen deutschsprachiger Herkunft in der Slowakei, so die Wahrnehmung der Gesprächspartner. Im Karpatendeutschen-Verein können auch Sympathisanten ohne deutschsprachiger Herkunft Mitglieder werden. Eine breite Basis von Jugendlichen und Personen mittleren Alters fehlt im Verein. Zwei junge Frauen, eine Medizinstudentin, die andere Promoventin im Bereich der slawischen Sprachen, waren ebenfalls anwesend. Sie sind Vereinsmitglieder und zugleich in der Kirchengemeinde engagiert. Sie sprechen perfekt Deutsch und dolmetschen bei Verständnisschwierigkeiten. Wir erfahren, dass Pfarrer in der Slowakei vom Staat bezahlt werden. Sie erhalten die Wohnung und Nebenkosten frei, sowie einen Lohn in Höhe von 400 Euro. Das ist etwa 60 Euro unter dem slowakischen Existenzminimum. Durchschnittlich verdient ein Slowake 800 Euro. Der Abend wurde mit gemeinsamen Gesang beschlossen.

 

Der Donnerstag wurde am Morgen mit einer Bibelarbeit eröffnet. Dabei gab es ein Angebot für die Erwachsenen und eines für die Kinder. Im Mittelpunkt stand Jesu Wort über die Feindesliebe. Neben einer assoziativen Annäherung an den Begriff "Feind" und einem improvisierten szenischen Spiel ergab sich eine engagierte Diskussion über die Bedeutung des Logions für unsere Alltagswelt. Am Nachmittag besuchten wir die Einrichtung "Haus am Halbweg, welche in der Trägerschaft der Diakonie steht. Sie befindet sich in Velky Slavkow. Dort werden junge Männer aus zum Teil sehr problematischen sozialen Verhältnissenunterstützt. Sie erhalten die Möglichkeit einer beruflichen Tätigkeit im Baugewerbe, sowie eines strukturierten Tagesablaufs in einer festen Gemeinschaft. Durch die Unterstützung vonseiten der Diakonie in Mitteldeutschland, im Speziellen durch das Projekt "Hoffnung für Osteuropa", war es möglich neben der Sammlung von Alltagsartikeln in der Kirchengemeinde, ein großes Sortiment an neuen Töpfen und Küchengeräten für die Einrichtung zu kaufen. Wir wurden sehr freundlich mit Kaffee und Gebäck empfangen. In der Einrichtung finden etwa 20 Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren Unterkunft. Sie stammen überwiegend aus Kinderheimen, kamen als Erwachsene nicht allein zurecht, lebten als Obdachlose. In der Einrichtung werden ihnen berufliche Tätigkeiten vermittelt. Bis vor Kurzem wurde ein Bauernhof betrieben, dieser war aber aus finanziellen Gründen nicht zu halten. Das Haus finanziert sich hauptsächlich durch Steuermittel und externe Förderer. Nach dem Kaffee wurden uns Bilder aus dem Alltag und der Geschichte der Einrichtung präsentiert. Anschließend spielten wir mit ein paar Klienten, Mitarbeitern und Kindern aus dem Dorf Fußball. Zum Abschluss aßen wir gemeinsam. Die Mitarbeiter der Einrichtung planen, die Arbeitsbereiche zu erweitern, etwa durch einen Verpackungsservice. Ein Mitglied unserer Reisegruppe arbeitet seit vielen Jahren in der Stiftung Finneck, die solche Arbeitsbereiche aufweist. Wir sprachen bereits mit dem Leiter des Hauses über eine mögliche Kooperation. Er meldete großes Interesse an einem Besuch der Stiftung Finneck an. Dieser könnte in den nächsten Monaten erfolgen, nachdem entsprechende Absprachen mit der Stiftung Finneck getroffen wurden. Der Abschied war sehr herzlich.

 

Am Freitag wurden wir vormittags von den zwei junge Frauen, die am Dienstagabend anwesend waren, durch die Innenstadt von Poprad geführt. Wir erfuhren einige interessante Hintergründe zur Geschichte der Stadt Poprad, sowie der ehemals deutschsprachigen Minderheit in der Region. Bereits im 16. Jahrhundert, um 1545 ergriff die Reformation weite Teile des Zipser Landes. Ab 1600 war allerdings auch die Gegenreformation sehr erfolgreich. Ende des 18. Jahrhunderts dominierte der evangelische Glaube, 1776 zählte man im Stadtteil Strza 464 evangelische und lediglich 19 römisch-katholische Christen. Lange Zeit errichtete man zahlreiche sogenannte "Artikular Kirchen". Dabei handelt es sich um hölzerne Bauten, die nach strengen Vorschriften errichtet werden mussten. Sie waren beispielsweise grundsätzlich außerhalb der Stadtmauern zu errichten und durften keine  metallenen Nägel aufweisen. Eine besonders wertvolle, mit einem Altar des Meisters Paul, findet sich in Käsmark. Am Rande des Stadtrundgangs tauschten wir uns mit unseren Begleiterinnen über die politische Situation in der Slowakei aus. Große Sorge bereitet vielen Menschen der Erfolg der rechtsradikalen Partei des Marian Kotleba, die mit Antisemitismus, Homophobie und Europafeindlichkeit bei den Slowakischen Parlamentswahlen im März 8% der Stimmen (ca. 200.000 Stimmen) erhalten hatte. Auch auf die schwierige Frage der Situation der Roma-Familien in der Slowakei kamen wir zu sprechen. Diese erleben in vielerlei Hinsicht Diskriminierung. Gleichzeitig ist es nicht leicht, sie in die Gesamtgesellschaft zu integrieren. Häufig fänden Arbeits- oder Schulverweigerung. Staatliche Sozialleistungen ständen immer wieder zur Debatte. Nach dem gemeinsamen Mittagessen unternahmen wir einen Ausflug nach Mühlenbach. Die dortige evangelische Kirche ist in einem erbärmlichen Zustand. Sie diente ab 1960 als Kolchosescheune, später als Automobilmuseum. In den letzten Jahren wuchs das Interesse am Wiederaufbau. Die Einwohnerzahl des Ortes wuchs an. Vieles an ehemaligen Inventarien konnte bereits wiedergefunden werden, Altar, Kanzel, Orgel etc. In diesem Jahr wurde bereits der Glockenturm abgeputzt und wieder in Betrieb genommen, mit restaurierten Glocken und einer neuen Uhr. Auf dem Rückweg von Mühlenbach suchten wir die Gedenktafel für das Massaker von Prerove am 19.06.1945 auf. Damals wurden deutschsprachige Familien, die nach dem Krieg in ihre Heimat zurückkehren wollten, an einem Bahnhof durch slowakische Soldaten kaltblütig ermordet. Die Geschichte wurde erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sukzessive aufgearbeitet. Aus Mühlenbach stammten allein 34 Opfer, darunter viele Kinder.

 

Für den Samstag war ein Ausflug ins "Slowakische Paradies" geplant. Aufgrund des regnerischen Wetters unterahmen wir eine Fahrt nach Strbske Pleso, einen Touristenort in der Tatra. Nach einem Spaziergang und dem gemeinsamen Essen kehrten wir zurück zur Herberge, wo der Tag in Gemeinschaft ausklang.

 

Am Sonntag trat die Gruppe, nach dem Besuch des Gottesdienstes und der Säuberung der Unterkunft, die Heimreise an. Beim Gottesdienst erlebten Wir 2 Taufen. Die Kirche war gut gefüllt. Pfarrer Simon übernahm die Lesungen in deutscher Sprache. Es herrschte eine freundliche Atmosphäre, trotz anhaltenden Regens. Auf der Heimreise unternahm die Gruppe noch einen kleinen Abstecher nach Krakau.

 

Am Montag Früh erreichte der Reisebus gegen um 9:00 Uhr Rastenberg. Die Reise kann, trotz der überschaubaren Gruppengröße als Erfolg angesehen werden. Die Mitreisenden äußerten sich im Nachhinein lobend und voller Dankbarkeit über die gesammelten Erfahrungen. 


Die Predigt zur Eröffnung des Kirschfestes 2016

Was ist das? - Fußball

Was ist das? - Gott auf einer Wolke

Was ist das? - der Kirschfestrummel

Ja, Sie haben viele gute Ideen. Aber Sie irren. Die Auflösung gibt es am Ende meiner Predigt in ungefähr einer dreiviertel Stunde.

 

Vielleicht fragen Sie sich, was genau jetzt ein Pfarrer beim Fußball will. Geht den das was an? Als Gast wie jeder andere kann er doch kommen, aber ne Predigt halten?

Dann sage ich Ihnen: Ich bin hier, weil ich Bock auf Fußball habe und weil ich die letzten beiden Jahre nicht zu diesem Spiel kommen konnte.

 

„Aber warum musst du dann hier reden?“

Weil ich eben will und weil auch das mir wichtig ist.

Und auch, weil ich glaube, dass der Anlass gut passt.

Jetzt aber umgedreht: Warum spielen Fußballer Fußball?

Und warum schauen die Fans so aufgeregt fröhlich zu?

Antwort: „Weil´s geil ist.“

Genau: „Weil´s geil ist.“

Und jetzt blicke ich betreten zu Boden. Warum mach ich eigentlich

meinen Job? Weil´s geil ist? Irgendwie trifft´s das nicht so ganz. Wozu

überhaupt Gott, Glaube, Religion? Ist doch eigentlich gar nicht geil!

 

In der Wissenschaft, der Soziologie, Psychologie, Philosophie

und Theologie machen sich seit einigen Jahren verstärkt viele Leute Gedanken

über diese Frage: Wozu Gott, Glaube, Religion in unserer modernen Welt?

Die zentrale Idee für eine Antwort lautete: „Jedes Element

der moderne Welt legitimiert sich durch Funktionalität.“ Klingt hochgestochen,

aber was das bedeutet ist nicht so schwer zu verstehen. Alles muss eine

Funktion haben, damit es manche nutzen und brauchen. Es gibt Nachfrage nach

bestimmten Dingen und es gibt funktionierende Angebote, die den Bedürfnissen von

Menschen entsprechen.

Auch der Begriff Dienstleistungsgesellschaft kommt aus dieser

Richtung. Angebot und Nachfrage. Alles, was zu Verfügung steht und genutzt

werden soll, braucht eine Funktion.

Fußball zum Beispiel is nich einfach nur geil, sondern hat

die Funktion, dass man sich dabei messen kann, sich verausgaben kann, sich im

Team verbunden fühlen kann, Regeln zu erlernen und zu halten, sich technisch zu

verbessern und sich mit der Mannschaft identifizieren zu können. Dann ist

Fußball geil.

 

Das Kirschfest funktioniert, weil man das Bedürfnis nach

Feiern, Gemeinschaft, Musik, abwechslungsreichen Programm und nach leckeren

Getränken und Speisen bedient bekommt. Wenn´s gut geht bekommt man sogar noch

ein EM Finale im public viewing serviert. (Leider hat´s dieses Jahr nicht

geklappt für Deutschland/ Danke an den Bürgermeister und die Organisatoren der

Technik. Heute wird Deutschland einmal mehr Europameister)

Das Kirschfest hat auf jeden Fall eine Funktion.

 

Und wir hoffen und beten, dass dieses schöne Fest diese

Funktionen für unseren Ort noch viele viele Jahre erfüllen wird.

Kirschfest ist nur einmal im Jahr und mindestens genau so

toll wie Fußball.

Aber was ist die Funktion der Kirche? Sie is irgendwie,

scheint mir, nich geil genug, sondern manchen sogar ziemlich langweilig. Aber

ich sage, es gibt sie doch diese Funktion und deshalb bin ich hier und gehe

raus aus den dicken Kirchenmauern. Und der Anlass passt.

Fußball und Glaube haben nicht wenig miteinander gemein. Ich

glaube sogar, dass Gott, nach Angela Merkel, wahrscheinlich der größte

Fußballfan ist.

Immer wieder gibt es Anspielungen in der Bibel.

„Verschont nicht ihre junge Mannschaft!“ Ein Satz aus der

Bibel. (Jeremia 51,3) Hat Gott ein Problem mit Juventus Turin?

Heute laufen die Fußballer keine 90 Minuten, aber anstrengend

wird es doch werden. In der Bibel steht:

„Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie

laufen und nicht matt werden.“ Jesaja 40,31

Eintracht Lossa ist stark im Angriff. Aber, liebe

Rastenberger, es steht doch schon in der Bibel: „Sie umgeben mich von allen

Seiten; aber im Namen des Herrn will ich sie abwehren.“ Psalm 118,11; Habakuk

1,9

Darauf könnt ihr vertrauen!!!

Am Ende gilt natürlich, auch das kann man nachlesen:

„Einer empfängt den Siegespreis. Lauft so, dass ihr ihn

erlangt!“ 1. Korinther 9,24; Timotheus 4,7; Philipper 3,14

 

Gibt´s das? Können Glaube und Kirche vielleicht auch geil

sein? Im Anschluss an diese Predigt werde ich für die Menschen, die sich hier

und beim Kirschfest versammeln, beten. Ich bete um gute Erfahrungen und dafür,

dass alle eine gute Zeit haben, dass niemand zu Schaden kommt.

Und ich bin sicher, das ist nicht umsonst.

 

Ich hatte am Anfang gefragt, was das hier jeweils ist.

Die Antworten lauteten „ein Ball“ oder „Gott auf der Wolke“.

Und ich sagte, das sei nicht ganz richtig. Es ist nicht Gott und nicht ein Ball

und nicht das Kirschfest. Es sind Bilder von allen diesen Dingen.

Es sind Bilder, die darstellen, was wir uns vorstellen.

 

Ich glaube, entgegen dem ein oder anderen Soziologen oder

Philosophen oder Theologen, es liegt auch nicht einfach alles nur an der

Funktion, am Nutzen, an Angebot und Nachfrage. Sondern die meisten Dinge, die

uns wichtig sind, funktionieren, wie Bilder. Sie wecken Gefühle in uns.

Wer an Fußball Freude hat, fühlt beim Anblick eines Balles

Lust, Ekstase, Adrenalin. Das Bild vom Fußball macht Lust auf Spielen. Wer gern

zum Kirschfest geht, freut sich vorher schon, er erwartet die schönen Momente,

den Tanz, den Genuss des Bieres. Das Bild vom Autoscooter macht Lust auf

Rummel.

Ohne unsere Gefühle und Erwartungen sind Fußball und

Kirschfeste nicht viel mehr als eines von vielen Angeboten in unserer satten

Gesellschaft.

Und das Bild von Gott auf der Wolke?

Ich gebe zu, mir macht das nicht gerade Lust auf Glauben.

Es ist mit Kirche und dem Glauben genau das Gleiche wie mit

den anderen Bildern. Sie werden uns wichtig, wenn wir positive Erfahrungen mit

ihnen machen.

Wenn wir innere Bilder finden, die uns Lust und Freude

machen.

Wenn man das Bild, was man von ihnen hat, mit schönen Gefühlen

und Hoffnungen füllen kann. Es gibt neben dem Gott auf der Wolke viele andere

Bilder, die einem auch auf Glauben Lust machen können. Jeder kann da, wenn er

oder sie will, sein eigenes finden. Fragen sie sich doch mal, welches Bild

könnte mir Lust auf Glauben machen? Wie müssten Glauben und Religion für mich

sein, um spannend zu sein und für mich wichtig zu werden? Wer sich auf diese Frage

schon einlässt, ist wie geschaffen für die Kirche des 21 Jahrhunderts, wo

Erwachsene Menschen den Gott auf der Wolke nicht unbedingt brauchen.

 

Glaube und Fußball und Kirschfest sind nicht nur

funktionierende Angebote, sie vermitteln uns die Idee vom guten und gelingenden

Leben, in einer Welt, in der vieles eben auch nicht gelingt. Und dass vielen

schief geht, und nicht alles nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage zu regeln

ist, das spüren wir alle, wenn das Spiel abgepfiffen, der letzte Tanz getanzt

oder der Segen gesprochen ist.

Warum stehe ich hier? Vielleicht, um Ihnen ein Angebot zu

machen. Vielleicht auch, damit ich Ihnen auf eine Weise vom Glauben erzählen

kann, von dem, was mich in der Bahn hält und mein Leben schöner macht, die in

ihnen schöne Bilder malt.

Und es wäre mir die größte Freude, dass ich in Ihnen, mit

Gottes Hilfe, die Ahnung wecken kann: „Glaube und Kirche sind vielleicht doch

nicht so ungeil, wie ich immer meinte.“

Amen.

 

Ach ja, für die unterlegene Mannschaft des heutigen Spiels

stehe ich nachher im Festzelt gern als Seelsorger zur Verfügung.


500 Jahre Deutsches Reinheitsgebot- Das feierten wir!

 

"Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gerste, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen.“

 

Am 24.04.2016 fanden sich etwa 120 Menschen in der Kirche zusammen, um miteinander einen Gottesdienst der besonderen Art zu erleben.

Die Thüringer Allgemeinde Zeitung berichtete: Link zum Artikel

 

 

 


Ehrenamtsempfang 2016

In unseren Gemeinden engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich für ein lebendiges Gemeindeleben. Dieser aufopferungsvolle Einsatz, der manchmal auch in kleinen aber nicht weniger wichtigen Dingen bestehen kann, ist des großen Dankes wert. Als kleine Wertschätzung wurden etwa 100 Ehrenamtlich aus den Gemeinden unseres Kirchspiels zur gemeinsamen Feier am Jahresanfang eingeladen.

Herr Pfarrer Simon eröffnete den Abend mit einer Andacht, in der er verdeutlichte, das eine Kirchengemeinde mit den vielen Begabungen und Aufgaben, die die Gemeindemitglieder einbringen, gut mit einer Sportmannschaft vergleichbar ist. (Am Vormittag desselben Tages hatte er mit seiner Mannschaft ein Freizeit-Volleyball-Turnier siegreich beendet)

Im Anschluss gab es einen kurzen Vortrag über die Entwicklung der Gemeindegliederzahlen im Kirchenkreis, die Altersstatistik und daneben über all das bunte kirchgemeindliche Leben, das unsere Orte stolz und dankbar vorweisen können. Der Abend wurde mit Snacks und einem gemütlichen Umtrunk beschlossen.


Adventstürchen Rastenberg am 6.12.

Auch in diesem Jahr lockt der Rastenberger Adventskalender wieder viele Menschen, am Abend doch noch einmal die warme Stube zu verlassen und miteinander fröhlich gemeinschaftliches Leben zu genießen.

Am Nikolaustag öffnete der Pfarrhof in der Lossaer Straße sein Tor und manche dahinter liegende Tür. Orgelförderverein und Kirchengemeinde luden ein.

Viele Ehrenamtliche ließen den Abend zu einem Erfolg werden. Nebst Glühwein und Rostwurst, wurden auch Suppe, Schüttchen und Orgelbrand angeboten. In der Garage des Pfarrers lauschten ein paar Kinder weihnachtlichen Geschichten und mancher wärmte sich Hände und Füße am lodernden Feuer in der Feuerschale.

Allen Helferinnen und Helfern sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Besuch der Landesgartenschau 2015

Auch in diesem Jahr waren die Gemeinden unseres Kirchspiels wieder zu einer Gemeindereise herzlich willkommen. Die Landesgartenschau wartete mit einem abwechslungsreichen Programm rund um den Gartenbau. Daneben gab es zahlreiche kulturelle Programmpunkte.

Nachdem am Morgen alle 21 Teilnehmer eingesammelt worden waren, ging es per Bus nach Schmalkalden. Dort erwartete uns zunächst regnerisches Wetter und manch einer froh in den Sandalen. Nach einem Besuch der Stadtkirche und einer Andacht, ging es zu Fuß auf Schloss Wilhelmsburg zur Besichtigung der rekonstruierten historischen Terrassenanlage, einem beeindruckenden Projekt der Landeskartenschau.

Danach fuhr die Gruppe mit dem Bus auf das Gartenschaugelände, wo es während der Mittagsandacht kräftig regnete und der Stimmungspegel etwas sank. Kurz darauf klarte es auf und die Luft erwärmte sich bei stärker werdender Sonne. Am Nachmittag konnte man dem Lobedaer Volkschor lauschen oder die Viba-Nougatfabrik besuchen. Nach dem Kaffee wartete zum Abschluss noch ein Kindermusical auf der Hauptbühne, in dem die Passion Jesu dargestellt wurde.

Benefiz-Fußballspiel in Guthmannshausen 

„Eine Kirche ohne Orgel ist wie Fußball ohne Pfeifen.“ Am Freitag, dem 18. September, wurde zugunsten der

Guthmannshäuser Orgel ein Benefiz Fußballspiel ausgetragen. Dabei hielt Pfarrer Andreas Simon um 17:00 Uhr ein Grußwort. „Fußball und Kirche passen gut zusammen. Jeder Abwehrspieler sollte Psalm 118 kennen, wo es heißt: „Sie umgeben mich von allen Seiten; aber im Namen des Herrn will ich sie abwehren“, so zitierte Simon. Die Frauen aus Guthmannshausen eröffneten den Abend auf dem Sportplatz mit einem Spiel gegen die Mannschaft aus Werningshausen. Direkt danach spielte die Männermannschaft von Guthmannshausen gegen Tornado Roldisleben. Für Getränke und Speisen sorgten der Burschenverein, sowie die

Familie Lorber aus Guthmannshausen. Am Grill stand der diesjährige Konfirmand Lukas aus Guthmannshausen, der in dem Dorf schon einige Grill-Erfahrung gesammelt hat. Allen Beteiligten wird für die freundliche Unterstützung herzlich gedankt, neben den Genannten auch dem Sportverein und der Feuerwehr, sowie dem Schiedsrichter.  

Badewannenrennen zur Eröffnung des Waldschwimmbades- Und Pfarrer Simon mittendrin

Das war die Belohnung! Schauen Sie nächstes Jahr wieder zu!


Christi Himmelfahrt in Essleben

Nach einer wunderbaren Wanderung im Kreise netter Menschen nach Essleben ins "Loh", feierten etwa 150 Menschen miteinander die Himmelfahrt Christi in einem freundlichen Gottesdienst. Im Anschluss war für Verpflegung und entspanntes Dösen in der Mittagssonne gesorgt.


Soooo was anstrengendes! Aber einfach schön.

Der Guthmannshäuser Kirmesburschen-Verein hat sich wieder mal, wie jedes Jahr, voll ins Zeug gelegt.

Reichlich fünf Tage Kirmes feiern, das muss erst mal jemand nachmachen. Und der Pfarrer? Immer noch der alte Stiefel!


Besuch der Gemeinde des EX

Im April diesen Jahres besuchte Herr Pfarrer Plötner seinen alten Wirkungsort in Rastenberg.

Links zu sehen beim gemeinsamen Kaffeetrinken im Speisesaal der Schule "Maria-Martha" (Stiftung Finneck).


Es war eine sehr angenehme Begegnung mit interessantem Austausch über die besonderen Situationen der beiden Kirchspiele.


Nach dem Kaffe-Tisch folgten ein Besuch in der Stiftung Finneck und ein Orgelkonzert mit Andacht in der Kirche. 

Wochenende der Kirchenältesten

Unter der Leitung von Superintendentin Hertel und Pfarrer Simon fanden sich am 19.02. 19 engagierte Kirchenälteste und Ehrenamtliche aus dem ganzen Kirchenkreis in Donndorf ein, um sich 3 Tage über die Bibel zu informieren und sich auszutauschen. Die Teilnehmenden beschrieben das Wochenende hinterher als informativ und fröhlich. Vom gemeinsamen Singen über Vortrag, Workshop, Spaziergang, Spiel bis hin zu einem gemeinsam durchgeführten Gottesdienst nach der Egelner Agende wurde ein abwechslungsreichen Programm geboten.


Kundgebung unter dem Motto: „Ein Licht für Menschlichkeit und Demokratie"

Wann: Montag, den 19.01.2015

um 18:00 Uhr

Wo: Kirchplatz in Rastenberg


Download
Rede von Pfarrer Simon zur Kundgebung "Ein Licht für Menschlichkeit und Demokratie"
Ansprache.pdf
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Zur Sache: Wir wollten ein Zeichen setzen, dass aktuelle politische Ereignisse, etwa die PEGIDA-Demonstrationen oder die Attentate in Frankreich, nicht nur in den großen Städten, sondern auch hier bei uns wahrgenommen und diskutiert werden. Die Kirchengemeinde Rasenberg möchte sich von pauschalen abwertenden Urteilen gegenüber Menschen fremdländischer Herkunft oder gegenüber Angehörigen der verschiedenen Religionen, aus gegebenem Anlass insbesondere gegenüber dem Islam, distanzieren. Gastfreundschaft und Nächstenliebe bilden fundamentale Werte des christlichen Glaubens und diese gelten allen Menschen weltweit. In diesem Sinne ist es unser Anliegen, uns für eine weltoffene und bunte Republik Deutschland einzusetzen.


Die Christnacht in Rastenberg

Alle Jahre wieder - Krippenspiel

Hier ein Blick hinter die Kulissen. Die Krippenspielprobe in Olbersleben. Ein besonderer Dank gilt allen, die das Krippenspiel in ihrer knappen Freizeit über Wochen mit den Kindern eingeübt und schließlich auch durchgeführt haben. Es ist wunderbar, wenn sich Menschen aufmachen, um Projekte für unserer Kinder zu unterstützen. Damit haben sie die Möglichkeit, Kindern ein gutes Vorbild zu sein und ihnen für Ihrer Entwicklung wichtige Erfahrungen zu ermöglichen.


Gemeindefahrt nach Bautzen 15.11.2014

Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/12/City_Bautzen_Germany_104.JPG
Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/12/City_Bautzen_Germany_104.JPG

De erschde Reese med´n neien Paster

Bautzen - Budysin, das „sächsische Nürnberg“

Die über 1000 jährige Stadt der Türme und der Sorben lädt ein.

„Märchenhaft“ nennen Bewunderer die alte Stadt Bautzen

mit ihren vielen Türmen, den Bastionen, Toren und Mauern. 

Das Kirchspiel Rastenberg besuchte am Samstag, dem  15.11.2014,

die historischeAltstadt von Bautzen und die bedeutende Orgelbaufirma Eule,

die eine Restaurierierung der historischen Rastenberger Orgel vorbereitet.

Es war ein wunderschöner, wenn auch anstrengender Tag. Lassen Sie sich davon berichten!


Schabbat-Sonntag-Ruhetag

Am Montag, dem 03.11. lauschten ca. 30 Personen den Ausführungen Herrn Rosens zum Thema Schabbat-Sonntag-Ruhetag. Es war ein gelungener Abend mit anregenden Informationen und Diskussionen. Es war beeindruckend, zu erleben und erfahren, wie nahe sich die beiden Geschwisterreligionen Judentum und Christentum sind.


Eine wunderbare Kirmes in Roldisleben

Am 25.10. feierte Roldisleben eine tolle Kirmes. Nach einem Gottesdienst, bei dem unter anderem das neue Abendmahlsgeschirr der Kirchengemeinde erstmal in Gebrauch genommen wurde, zog die Gottesdienstgemeinde im Anschluss ins Bürgerhaus. Dort gab es herrlichen Kuchen, den die Frauen des Ortes selbst hergestellt hatten, zu genießen. Die Kinder wurden durch ein Programm von Clown Cordula begeistert.

Auch zu späterer Stunde musst bei Rostwurst, Grillscheibe und Rostbrätel niemand Hungern. Zu guter Tanzmusik wurde dann noch bis in die Nacht gefeiert. 


Ein schönes Fest, die Kirmes in Olbersleben vom 17.-19.10.2014

Ein Dank gilt insbesondere den Kameradinnen und Kameraden Freiwilligen Feuerwehr Olbersleben.